Microsoft kündigt das nächste Kapitel im Partner Support an und warum es nicht „nur normaler Support“ ist
Unified for Partners (UfP): Was Microsoft auf der Ignite angekündigt hat – und warum es mehr ist als „Support inklusive“
Viele Kunden gehen (zurecht) davon aus: Mit Mietlizenzen oder Software Assurance ist Support bereits abgedeckt. Was Microsoft jetzt jedoch adressiert, ist weniger die Frage „Gibt es Support?“, sondern wie Support im Cloud‑Betrieb zuverlässig, skalierbar und mit klarer Verantwortlichkeit funktioniert – gerade dann, wenn ein Partner den laufenden Betrieb übernimmt. Genau hier setzt Unified for Partners (UfP) an.
Die Ankündigung von Microsoft (Ignite)
Microsoft hat UfP im Umfeld der Microsoft Ignite 2025 als nächsten großen Schritt im Partner‑Support positioniert – mit der Botschaft, dass „Unified for Partners“ für CSP‑Partner künftig stärker in den Mittelpunkt rücken soll. In einer späteren Microsoft‑Mitteilung wird UfP als „next‑generation“ Supportangebot beschrieben: Partner führen den Support (Frontline), Microsoft unterstützt als Backstop – unterstützt durch vereinheitlichte Tools, proaktive Leistungen und Anreize.
Was unterscheidet UfP vom „normalen Support“?
1) „Support inklusive“ ist meist produktzentriert – UfP ist betriebszentriert
Support aus Lizenzprogrammen ist in der Praxis häufig reaktiv und produkt-/incident‑orientiert: Es geht um Break/Fix, wenn etwas nicht funktioniert. UfP dagegen ist als Betriebsmodell gedacht, bei dem der Partner den First‑Line‑Support führt und Microsoft nahtlos integriert wird, um Eskalationen und tieferes Engineering effizient abzusichern.
2) Ein „connected team“ statt Ticket‑Ping‑Pong
Microsoft beschreibt UfP als Modell, das partnergeführte Frontline‑Interaktion mit Microsoft‑Expertise „als ein verbundenes Team“ zusammenbringt – mit dem Ziel, Reaktionsfähigkeit, Transparenz und Konsistenz zu verbessern. Für Kunden bedeutet das: ein klarer Ansprechpartner beim Partner, plus strukturierte Eskalationspfade zu Microsoft, wenn es wirklich tief ins Produkt geht.
3) Moderne Support‑Bausteine für Skalierung und Integration
UfP wird als Support‑Fundament „built to scale“ beschrieben und umfasst u. a. Bausteine wie Incident Management, Enhanced Response (ER) Tickets, Engage Center, eBonding, Knowledge Base und API‑Optionen – also genau die Elemente, die Supportprozesse in Managed‑Services‑Strukturen konsistenter und automatisierbarer machen.
Kurz gesagt:
Normaler Support hilft primär beim Produktproblem.
UfP stärkt den Betrieb – mit Partner‑Ownership und Microsoft als integriertem Rückhalt.
Verfügbarkeit: Ab wann kommt das neue Modell?
Microsoft kommuniziert für UfP eine gestufte Einführung: zunächst soll es Piloten mit ausgewählten Partnern geben, anschließend schrittweise Ausweitung in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres FY27 (H1 FY27) und eine geplante Allgemeinverfügbarkeit (General Availability) in H2 FY27.
Kosten: Wie ist das Modell grundsätzlich aufgebaut?
UfP ist laut Microsoft umsatzbasiert am CSP‑Cloudgeschäft ausgerichtet („revenue‑based pricing“)
In Datasheets, die uns vorliegen, werden als Eckpunkte u. a. genannt: ein monatlicher Mindestbetrag von 5.000 USD, der eine Mindestumfang an Support-Bereitschaft sicherstellt
dazu Raten abhängig vom Umsatzband; je höher der Umsatz, umso niedriger die Rate; Azure und Non-Azure haben dabei eigene Raten.